VIII. Gyulaffy Napok Csobáncért Fesztivál in Gyulakeszi
Gyulakeszi/HU [ENA] Wie bereits in den Jahren zuvor veranstaltete das Dorf Gyulakeszi, am Fuße des Csobán, nördlich des Balaton gelegen, auch in diesem Sommer ein mittelalterliches Festival. Unter der Schirmherrschaft des Ungarischen Verteidigungsministers Dr. Csaba Hende, erneut der Appell: “Rettet die Burg!“
Der Csobánc ist Teil einer Gebirgskette vulkanischen Ursprungs im Naturpark Balaton-Oberland, nahe des Städtchens Tapolca. Auf der Spitze des 334 Meter hohen Berges die Ruine des Csobán vár, einer, im Jahre 1272 erstmals urkundlich erwähnten, Festung, ein Wahrzeichen blutiger Schlachten gegen Österreicher und Türken in Zeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Erlöse des 2004 ins Leben gerufenen Gyulaffy Fesztiváls dienen ausschließlich der Renovierung, bzw. der Erhaltung der Burgruine.
Auf dem Festplatz buntes Treiben. Edle Ritter hoch zu Ross, wilde Hunnen, schöne Frauen, Bogenschützen und Husaren, Lagerfeuer, Reiterspiele, Schwertkämpfe. Leitthema der Veranstaltung, wie bei fast allen Events gleicher Art in Ungarn: Die 150 Jahre lang andauernde Belagerung der Türken, die im 18. Jahrhundert schließlich in die Flucht geschlagen werden konnten. Neben Kriegsgeschrei und Säbelrasseln bot das Festival Unterhaltung in verschiedenen Variationen. Musik- und Tanzdarbietungen, eine Tombola, deren Hauptpreis ein Fohlen war, diverse Verkaufsstände, an denen u.a. Süßigkeiten, Textilien, Schmuck und Souvenirs feilgeboten wurden.
Im großen Festzelt war man um das leibliche Wohl seiner Gäste bemüht. Wein und Bier flossen in Strömen, wie’s halt so üblich ist bei den alten Rittersleut’. Als ’Unterlage’ kredenzte man Ungarische Hausmannsspezialitäten wie Pörkölt, bei uns Gulasch genannt, mit Krumpli (Kartoffeln), gegrillte Kolbász (Bockwurst), Blut- und Leberwurst, sowie Káposzta (Sauerkraut) mit Fleischeinlage, um den Magen zu stärken. Alles in allem ein gelungenes Fest, das da war am 3. Juli-Wochenende anno 2011.




















































